Gartenbauo̲berrevident

    der, -en, -en

    Amtsbezeichnung (Amtstitel) im gehobenen Dienst


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
    Kategorie: Arbeitswelt Amts- und Juristensprache Veraltet, Historisch
    Erstellt von: Koschutnik
    Erstellt am: 08.01.2019
    Region: Klagenfurt Land (Kärnten)
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    Kommentare (3)


    Anstellungserfordernis für den „Gehobenen Gartenbaudienst“:
    Die Reifeprüfung ist an der höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau abzulegen.
    Für die Definitivstellung überdies die erfolgreiche Ablegung der Prüfung für den gehobenen Gartenbaudienst
    /Die in diesem Dienst vorgesehenen Amtstitel:/
    Dienstklasse II: Gartenbauassistent
    Dienstklasse III: Gartenbaurevident
    Dienstklasse IV: Gartenbauoberrevident
    Dienstklassen V, VI: Gartenoberverwalter
    Dienstklasse VII: Gartenbaudirektor
    source: 1. Gehaltsüberleitungsgesetz-Novelle 1970, BGBl v. 7.8.1970

    Weibliche Titelformen waren in Österreich während der Geltungsdauer dieser Amtstitel nicht vorgesehen, eine weibliche Form des eingetragenen Amtstitels (und daher des Wortes) hat es in Österreich folglich nie gegeben.
    Koschutnik 08.01.2019


    Mit 31.07.2016 trat eine sensationelle, geradezu revolutionäre Neuerung in Österreich in Kraft: Mit „Amtstiteln“ wie dem „Gartenbauoberrevidenten“ waren ja nur beamtete Staatsdiener versehen gewesen, alle Personen jedoch, die zwar gleichartige Positionen innehatten und gleiche Tätigkeiten als Angestellte verrichteten, dienten dem Staat würdelos und bloß mit ihrem Namen. Was sollte man bloß tun, wenn man den Namen der Dame, des Herrn nicht kannte? Nun aber hat der gnädige Staat allen solchen erbarmenswürdigen Wesen unter seiner Obhut ein herrliches Geschenk gemacht, genannt „Verwendungsbezeichnung“.
    Der neue § 67a des Vertragsbedienstetengesetzes ist der Geschenkkorb der Wunder, der alle : Zwar mächtig reduziert an Zahl und Verzweigungen - eine solche Titelreduktion hatten ja bereits die Beamten hinnehmen müssen -, aber den bestehenden Titeln völlig gleichlautend enthält § 67a, was man bisher als Amtstitel kennt.
    Dekubitus 08.01.2019


    Ja, und in Entsprechung zu den Amtstiteln findet sich in $ 67a VBG jetzt auch der bedeutungsvolle Satz: „Weibliche Vertragsbedienstete führen die Verwendungsbezeichnungen in der weiblichen Form.“ Die Frau Gartenbauoberrevidentin gibt es allerdings trotzdem noch immer nicht, da die Maturantin nach 10 Jahren Dienst infolge der Entspezialisierung und Reduzierung der früher unzähligen Amtstitel auch bei den Verwendungsbezeichnungen nun allgemeiner eine Oberrevidentin ist, für 6 1/2 Jahre.
    Koschutnik 08.01.2019



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    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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