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bücherlich



im Grundbuch (o.a. öffentl. Registern) vermerkt, "buchlich"


Wortart: Adjektiv
Kategorie: Amts- und Juristensprache
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 05.07.2013
Bekanntheit: 40%  
Bewertungen: 2 4

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Kommentare (2)


Alt, aber...
•1826: »Dieser §. handelt ausdrücklich von den bücherlichen Forderungen, deren Uebertragung an einen Dritten und der ausnahmsweise bey den bücherlichen Forderungen nicht anwendbaren Compensation«, ZS für österr. Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde, 1826
•1837: »…wie Israeliten zu dem bücherlichen eigenthümlichen Besitz christlicher Realitäten gelangen und wie gegen unbefugte Besitzer zu verfahren ist. « Sammlung der Gesetze für das Erzherzogthum Oesterreich unter der Ens , 1837
•1916: »..Geltendmachung oder Hereinbringung einer bücherlich sichergestellten Forderung« Reichsgesetzblatt für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder, 1916 • 1940: »10. Das österreichische Recht faßt die Bestandteile und das Zubehör des Rechtes des Altreichs unter der Beteichnung "Zugehör" zusammen. [...]
Werden sie als Ersatz an Stelle solcher Maschinen angebracht, die als Zugehör anzusehen waren, so ist zu dieser Anmerkung auch die Zustimmung der früher eingetragenen bücherlich Berechtigten erforderlich.« Akademie für Deutsches Recht: 1933-1945. Protokolle der Ausschüsse (de Gruyter, Berlin 1995, S. 323f )•1951: »Die Unbedenklichkeitsbescheinigung der Preisprüfungsstelle ist
jedoch am 11. Mai 1950, also nach dem Tode des Gottfried E. erteilt
worden und der Übergabevertrag daher nicht bücherlich durchgeführt
worden.« (BG Weiz)


•2007: »Der bücherliche Vertrauensschutz hat zwei Aspekte: Die positive Seite des materiellen Publizitätsprinzips schützt das Vertrauen auf die Richtigkeit des Buchstands, also darauf, dass die Eintragungen im Grundbuch ursprünglich, also von Anfang an, richtig sind.«
Rechberger u.a., Grundbuchsrecht, Wien 2007
Koschutnig 05.07.2013


Schöner noch ist "außerbücherlich"!
Koschutnig 05.07.2013



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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache häufig genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.