Gschnatter

    das,

    Teile der Rinderkeule am Ende der Unterschale


    Wortart: Substantiv
    Tags: fachsprachlich
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 18.10.2016
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    Kommentare (1)


    Da wird das Social Web mit dem Geschnatter der Gänse verglichen, das nach Livius’ römischer Geschichte die Römer vor den senonischen Galliern warnte („Journalismus und Internet
    „), doch davon handelt der Eintrag nicht, auch nicht vom „Geschnatter“, der interessanten Zeitung des Nationalparks Neusiedler See. Ob sie dick oder dünn ist – das „ dicke Gschnatter“ und das „dünne Gschnatter sind Teile der Rinderkeule am Ende der Unterschale.
    Der Wadelstutzen wird oft auch noch in die drei Teile „Dickes Gschnatter“, „Dünnes Gschnatter“ und „Ludel“ unterteilt. Während die beiden erstgenannten Teilstücke auch als Braten Verwendung finden, wandert der Ludel aufgrund seiner Flachsigkeit nur ins Gulasch oder in die Verarbeitung.
    source: Die Premiumbauern
    Klassischerweise verwendet man für Gulasch den so genannten hinteren Wadschinken (durchwachsenes Wadenfleisch), alternativ eignen sich „Gschnatter Anschnitt“ (saftiges Kniekehlenfleisch mit weniger Flachsen) oder Wadschinken
    source: E. und M. Plachutta, Klassiker der Wiener Küche (2016)

    Koschutnig 18.10.2016



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