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    Arbeitshauptlehrerin

    die, -, nen

    Amtsbezeichnung für Lehrkraft für Mädchenhandarbeiten mit langer Dienstzeit


    Wortart: Substantiv
    Tags: amtssprachlich,historisch
    Kategorie: Arbeitswelt
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 01.04.2017
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 1 1

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    Kommentare (1)


    Die 1953 eingeführten, nach Dienstalter verschiedenen Amtstitel (d.s. Amtsbezeichnungen) der nicht akademisch ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer im Pflicht- und Fachschulbereich gab es mit Ausnahme der Lehrerinnen für Mächenhandarbeiten - "Arbeitslehrerin, Arbeitsoberlehrerin" - lange Zeit nur in der männlichen Form. Der weitere, höchst beleidigende Umstand, dass einer Arbeitsoberlehrerin als einer Lehrkraft ohne Reifeprüfung das Erreichen der dritten und höchsten Stufe einfach verwehrt war, wurde erst 5 Jahre später beseitigt, als in der neuen "Amtstitelverordnung " auch die Amtsbezeichnung "Arbeitshauptlehrerin" enthalten war
    Amtstitel: Lehrer mit einem das Unterrichtsfach bezeichnenden Zusatz: zum Beispiel Religionslehrer, Sonderschullehrer, Musiklehrer, Arbeitslehrerin

    Oberlehrer mit demselben Zusatz: zum Beispiel Religionsoberlehrer, Sonderschuloberlehrer, Musikoberlehrer, Arbeitsoberlehrerin

    Hauptlehrer mit demselben Zusatz: zum Beispiel Religionshauptlehrer,
    Sonderschulhauptlehrer, Musikhauptlehrer, Arbeitshauptlehrerin
    source: Landeslehrer-Amtstitelverordnung 1958


    Gemäß einer weiteren Verordnung wurden ab 1978 keine Amtsbezeichnungen mit "-haupt-" mehr verliehen, doch konnten Lehrkräfte wie die Arbeitshauptlehrerinnen den ihnen bereits verliehenen "Amtstitel" weiterhin führen - in der Pension mit dem Zusatz "i.R.", wie dies für sämtliche österr. Amtsbezeichnungen gilt.
    Arbeitshauptlehrerin i. R.
    Hildegard Dorfinger aus Weyregg stellt im Dorfzentrum Steinbach eine kleine Auswahl Ihrer Aquarellbilder aus.
    Am Freitag, 01.Juli 2016 um 19:00 findet die Vernissage im Dorfzentrum statt.
    source: Steinbach am Attersee

    Koschutnig 01.04.2017



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

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