pạstern



    Aufnahmeritual im Sport


    Wortart: Verb
    Gebrauch: Umgangssprache
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 07.12.2017
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 0 0

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    Kommentare (2)


    Auch in Schweden wird "gepastert"
    Brutaler Initiations-Ritus bei Stockholmer Renommierklub AIK
    source: derStandard.at, 7.12.2002
    "Pastern" ist ein uralter Brauch bei Sportvereinen und auch in Internaten, die Hinterteile der Neuankömmlinge werden von den Älteren mit brennenden Salben und/oder Schuhpasten eingeschmiert und danach mit Schlapfen oder anderen Gegenständen verprügelt
    source: derStandard.at, 12.8.2002
    2002 wurde bekannt, dass in der GAK-Fußballakademie Anfänger das „Pastern“ ertragen mussten. Im harmlosesten Fall wurde ihnen von älteren Kickern das Hinterteil mit Schuhcreme eingefärbt, im schlimmsten eine Klobürste anal eingeführt.
    source: Die Presse.com
    "Das Pastern war und ist ein zutiefst sexuelles Machtspiel, das weit über Initiationsriten hinausgeht." Ein ehemaliger aktiver ÖSV-Skifahrer spricht in einem Standard-Interview über seine Zeit im Ski-Internat in Stams, Tirol.
    source: KURIER.at, 2.12.2017
    Die Gepasterten sind manchmal drei Stunden in der Dusche gestanden, nicht nur um sich zu säubern. Die haben vor Scham, Verzweiflung und Wut geheult. [...] Ich habe weder gepastert, noch wurde ich gepastert. Das Pastern haben nicht alle erlitten, aber sehr viele.
    source: derStandard.at, 2.12.20017

    Koschutnig 07.12.2017


    Die älteren Spieler haben uns jüngeren von Anfang an gesagt: «Wir sind gepastert worden, also werdet ihr auch gepastert.» Die 85er Jahrgänge pastern die 86er, die 87er die 88er und so weiter. Pastern ist halt Tradition. Der Trainer hat gesagt, dass auch er gepastert worden ist, sogar die Nationalspieler, alle seien sie gepastert worden. Im Prinzip, so der Trainer, gibt es keinen österreichischen Fussballprofi, der nicht gepastert worden ist. Und keinem hat es was geschadet. In Tirol ist Pastern Ehrensache, und auch beim Eishockey kommt es vor.
    source: Neue Zürcher Zeitung, 18.8.2002

    Geschrieben hat das (wie später auch das Folgende) Franzobel (aus OÖ). Lesen!
    Schon der Herbert Prohaska und der Hans Krankl, hieß es, waren gepastert worden. Auch der Trainer und der Vereinspräsident schworen, selbst gepastert worden zu sein.
    source: Fanzobel, „Zirkusblut oder Ein Austrian-Psycho-Trashkrimi“, 2.Teil (2004)
    In der Jugendmannschaft gelte das »Gesetz«, dass man selbst »gepastert« sein müsse, bevor man selbst »pastern« dürfe. Jeder wolle bei der »Volksbelustigung« dabei sein. Der Trainer habe erzählt, er selbst sei auch »gepastert« worden
    source: Ursula Enders, Grenzen achten. Schutz vor sexuellem Missbrauch in Institutionen(2012)

    Koschutnig 07.12.2017



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    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

    Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

    Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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