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    Wa̲hlonkel

    der, -s, -

    Nennonkel, Nenn-Onkel


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 08.12.2017
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 0 1

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    Kommentare (1)


    Immer wenn etwas auf konventionellem Weg nicht funktioniert, wählt man beim Wahlonkel durch, auf dass der das dann richten wird
    source: derStandard.at,7.4.05
    Wahlonkel, der
    Wortart: Substantiv, maskulin
    Gebrauch: österreichisch
    BEDEUTUNGSÜBERSICHT: guter, älterer Freund der Familie, der ohne verwandt zu sein, die Rolle eines Onkels übernimmt und auch als Onkel tituliert wird
    source: Duden online

    Wirklich in das Rad der Geschichte eingegriffen hat aber der Wahlonkel Jörg Haiders, Wilhelm Webhofer, als er ihm die Güter im Kärntner Bärental vermacht hat. Auf der Basis dieser wirtschaftlichen Unabhängigkeit konnte Haider seinem ungezügelten Populismus frönen
    source: Die Presse.com, 25.10.2010
    Haider hatte die Liegenschaft in den 1980ern von seinem Wahlonkel geerbt, dessen Vater sie während des NS-Regimes von der Witwe des ursprünglichen jüdisch-italienischen Besitzers zu einem geringen Preis gekauft hatte
    source: derStandard.at, 12.10.2008
    Corrales-Diez, mit der Grasser 2005 verlobt war, hat etwa ausgesagt, dass der Porsche Cayenne, der auf Grassers „Wahlonkel“ Burckhard Graf angemeldet gewesen sei, nur von Grasser selbst genützt wurde.
    source: Österreich.at, 30.06.2013
    Plötzlich meldete sich ein 82jähriger pensionierter Arzt namens Gustav Steiner, deklarierte sich als "Wahlonkel meines lieben Hannes" und erstattete Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung.
    source: DER SPIEGEL, 16.7.1984

    D:
    In einem Papier legte er /Hannes Androsch/ die Beziehungen seiner Familie zu seinem Nennonkel dar. Er gab auch Auskunft, wie dieser Dr. Steiner – er war Arzt und lebte bis zu seinem Tod bei Androschs Mutter – zu seinem Vermögen kam: ...
    source: Die Zeit, 20.07.1984

    Koschutnig 08.12.2017



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

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