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Ra͟unkerl, Raunggerl

das, -s, -(n)
[ 'raunkɐl, 'rãukɐl ]

traditionelles Schmalzgebäck


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Umgangssprache
Tags: Steiermark,Oberösterreich
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 25.02.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 53%  
Bewertungen: 4 5

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Kommentare (2)


source: Ausseerland-Magazin
Almraunggerl aus dem Ausseerland.[...] Den Teig daumendick ausrollen, mit dem Messer oder einer Ausstechform davon kleine Würfeln bilden, die in etwa 1-2 cm groß sind, die sogenannten Raunkerl. Diese Almraunkerl schwimmend in heißem Fett rundum goldbraun backen. DieRaunkerl mit einem Sieb herausnehmen und auf herausnehmen und auf Küchenrolle abtropfen lassen
source: Steir. Spezialtäten
Almraunkerl sind eine traditionelle Spezialität aus dem steirischen Ennstal. Von den Sennerinnen gebacken werden sie beim Almabtrieb an die Zuschauer verteilt. Zum Ausstechen verwendet man spezielle Raunkerlmodeln, die sehr kleine Herzerl hervorbringen. Daher rührt offenbar auch der Name dieses Gebäcks: Raunkerl bedeutet nämlich „etwas Kleines“.
source: Gudrun von Mödling
Diese Bedeutung findet man ja auch in einem weit weniger appetitlichen Raunkerl!
Koschutnig 25.02.2018


Die oft zu findende Schreibung dieses Wortes mit -gg- ist wie auch bei anderen bair. Wörtern der Versuch, den unbehauchten Laut [k] wiederzugeben. Während [g] ja stimmhaft ist, vermeint man, durch "gg" die Stimmlosigkeit anzeigen zu können:
Den Teig 1 cm dick ausrollen, mit dem Messer oder einer Ausstechform kleine Würfel bilden, die in etwa 1 bis 2 cm groß sind. 100 g Butter in einer Pfanne zerlassen und Raunggerl in Fett goldbraun backen. 50 g Zucker und 50 g Zimt zu einem Gemisch vermengen. Raunggerl aus der Pfanne nehmen, auf Küchenrolle abtropfen lassen
source: Mein Heimvorteil.at
Freundlich aufgenommen wurden die Wanderer beim Michlberger mit Getränken, Raunggerl und bäuerlichem Kunsthandwerk, selbstgenähten Dirndlkleidern, bedruckten Polstern und Trachtentaschen.
source: Forstmuseum Silvanum.at
Frau Ellmer backte mit den Schülern und Schülerinnen die traditionellen A(b)rausch-Gebäcke der Sennerinnen. Mit großer Begeisterung wurden: Schneeballen, Stöckerl und Raunggerl zubereitet und anschließend mit Genuss verzehrt.
source: OÖ Schulen innovativ, eduhi.at

Koschutnig 25.02.2018



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen.
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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.