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    Kukuruzfeder

    die, -, -n

    Hüllblatt des Maiskolbens


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Umgangssprache
    Tags: Steiermark,Kärnten,Südtirol,u.a.
    Kategorie: Arbeitswelt Natur
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 04.08.2018
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 0 1

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    Kommentare (1)



    Wie üblich verschwand bald alles in den Kukuruzfedern; Ich suchte meine Heugrube auf.
    source: DerSchlern 11/1930
    Das war nicht die Gitsche, auch nicht die Dame in dem schwarzen kleinen Kleid mit Redensarten, sondern eine fremde Frau, die auf der Matratze aus Kukuruzfedern lag, die andauernd raschelten, während er etwas Vernünftiges zu denken versuchte
    source: Ingeborg Bachmann, "Todesarten"-Projekt (1995)
    Meine Urgroßtante Resi schlief auf Türkenfedern (Hüllblätter der Maiskolben) und Farnblättern. Der Farn wehrte Ungeziefer ab und die Türkenfedern halfen bei Gelenksschmerzen. Die Matratze, die nur aus einem handgenähten, großen Leinentuch bestand, wurde jeden Sommer neu befüllt. Freilich war es auch billiger als Rosshaarmatratzen.
    source: Kraftquelle Natur
    als der seinen Sohn suchende und in die Kammer eintretende Patriarch mit dem weißen Schnurrbart die Füße mit den benagelten Goisererschuhen unter dem Bett hervorschauen sah, gegen die Füße seines Sohnes trat und rief: "Was tust du denn da?", kroch der Zwanzigjährige mit den Speck- und Brotresten unter dem Bett, auf dem ein weit nach unten hängender, mit Kukuruzfedern gefüllter grober Leinensack lag, hervor und entschuldigte sich, weil er, ohne zu fragen, Speck aus der Speisekammer genommen hatte
    source: Josef Winkler, Abschied von Vater und Mutter. Zwei Requiems (2015)

    Koschutnig 04.08.2018



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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