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    Ja̲hresjagdkarte

    die, - , -n

    Jahresjagdschein


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
    Tags: amtssprachlich
    Erstellt von: Dekubitus
    Erstellt am: 02.09.2018
    Region: Wien 18, Währing (Wien)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 0 2

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    Kommentare (2)


    Bei der Erstausstellung der Jahresjagdkarte fallen Kosten in der Höhe von ca. € 270,- an, die sich wie folgt zusammensetzen: Aufnahmegebühr: € 75,- bzw. Nicht EU-Bürger € 150,-
    Jahresbeitrag: € 99,-
    Verwaltungsabgabe: € 55,00 ...
    source: Salzburger Jägerschaft

    Der Jagdschein wird als Jahresjagdschein für ein, zwei oder drei Jahre ausgestellt bzw. verlängert.
    source: Kreis Borken

    Dekubitus 02.09.2018


    Mir ist aufgefallen, dass im 19. Jh. in den amtlichen Texten der deutschen Länder - auch von Preußen - nicht wie jetzt von Jagdscheinen, sondern wie heute noch bei uns regelmäßig von Jagdkarten die Rede war (s. Google Books), z. B.
    Einer polizeilichen Geldstrafe bis 25 Gulden unterliegt, abgesehen von sonstiger Strafbarkeit:
    1. wer von der ihm zustehenden Befugniß zur Jagdausübung Gebrauch macht, bevor er eine Jagdkarte gelöst hat ,
    2. wer seine Jagdkarte bei Ausübung der Jagd nicht mit sich führt ...
    source: Albert DALCKE , Das preußische Jagdrecht, 1895
    Die deutsche Jagdkarte einschließlich Jahresjagdkarte hat sogar den 1. Weltkrieg noch überlebt, z. B. im "Freistaat Oldenburg":
    Die Jagdkarte hat Gültigkeit für den Umfang des Landesteils Oldenburg; sie wird in der Regel für das ganze Jahr ausgestellt (Jahresjagdkarte). Für Personen, welche die Jagd nur vorübergehend ausüben wollen, kann eine auf drei Tage gültige Jagdkarte (Tagesjagdkarte) ausgestellt werden.
    source: Gesetzblatt für den Freistaat Oldenburg, = Gesetzsammlung für das Herzogthum Oldenburg, Band 44 / 1925

    Pernhard 02.09.2018



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    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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