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    Kredẹnztischler

    der, -s, -

    Uniformierter; Polizist


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Umgangssprache
    Tags: wienerisch
    Kategorie: Humorige Bezeichnungen
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 15.09.2018
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 0 1

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    Kommentare (1)


    In seinem „Balkanesisch für Anfänger“-Sprachkurs Teil 16 empfiehlt ein Frankfurter Weinhändler den „Kredenztischler
    Polizist; Tölpel; Dussel.(Ideal zu murmeln bei Verkehrskontrollen. Verstehn die nicht!!)
    source: Michael Risse, Weinhandel, Frankfurt
    In dieser Reihenfolge deutet auch Wolfgang Teuschl in seinem Wiener Dialektlexikon den Kredenztischler
    greden zdischla (m.) Polizist; Tölpel, Dussel
    source: Wiener Dialekt Lexikon, 2013)
    Philipp Maurers stark angeheiterter Wiener jedoch hält ihn zunächst für einen Soldaten:
    na, i bin augsoffn, so augsoffn wie heut war i überhaupt no nie, oei mir is schlecht.
    was kummt denn da für a kredenztischler daher, jö der is vom bundesheer, oba na, ois zruck, der is ja von der polizei.
    source: Philipp Maurer, „Danke, man lebt“. Kritische Lieder aus Wien, 1987
    Keinen Zweifel hinsichtlich der Uniform hegt der Verfasser des 'Profil'-Artikels nur 4 Jahre später:
    Dann werden die Leser gneißen, daß a „Glycerinhütten" ein Gasthaus sein kann, daß man sich in sowas benehmen muß, sonst kriegt man einen „Lochspitz" („Tritt mit der Schuhsohle genau in den After"), oder es kommt der „Kredenztischler" (ein Polizist).
    source: Profil Jg. 22/1991

    Koschutnig 15.09.2018



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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