Dreifaltigkeitsblume


[ dreifaltigkeitsbleaml ]

Stiefmütterchen


Erstellt von: Niemand
Erstellt am: 05.04.2019
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Wo lebt das noch?

Aus dem „Münchhausen“, 1839, Düsseldorf:
Clelia nähte eine halbe Dreifaltigkeitsblume, seufzte aber plötzlich
source: Karl Immermann, „Münchhausen“, Bd. 4, Düsseldorf 1839 - DWDS
Auch andere Blumen wurden/werden nach der Dreifaltigkeit genannt – das aber beileibe nicht österreichspezifisch!
Dreifaltigkeitsblume heißt auch das Stiefmütterchen oder Pensèe, Viola tricolor. Dieses Veilchen galt einst als außerordentliches Heilkraut und duftete noch köstlicher als das Märzveilchen. Weil die Leute es so oft aufsuchten und dabei so viel Korn zertraten, tat ihm dies leid und es bat in seiner Demuth die hl. Dreifaltigkeit, ihm doch den Duft zu nehmen. Die Bitte wurde gewährt, und seitdem heißt es Dreifaltigkeitsblume.
source: ZS Die Natur. Organ des deutschen Humboldt-Vereines ..., 30.7.1873, Jg. 22/1873,

Lupina 06.04.2019


Zwar irrelevant, doch evlt. interessant:
Online im Gesamttext ist die genähte „Dreifaltigkeitsblume“ aus dem 4. Band des Immermann’schen „Münchhausen“ im Projekt Gutenberg zu finden:

Der Stramin, dieser Zeitvertreiber, wurde abermals zur Hand genommen. Clelia nähte eine halbe Dreifaltigkeitsblume, seufzte aber plötzlich, ließ den Stramin in den Schoß sinken und sagte gepreßt und schwer: »Edmund kann es nie verantworten, was er an mir getan hat. «
source: Karl Immermann, „Münchhausen“, Bd. 4, Düsseldorf 1839, Projekt Gutenberg

(Stramin ist ein Gewebe, das die ideale Grundlage für das Kreuzstich-Sticken darstellt.)

Auch im Dt. Textarchiv sind alle 4 „Münchhausen“-Bände im Volltext und in zweierlei Schriftformen digitalisert:
Clelia nähte eine halbe Dreifaltigkeitsblume, ſeufzte aber plötzlich
source: Immermann, „Münchhausen“ Bd. 4

Lupina 07.04.2019



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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.