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    karniefeln



    ärgern, quälen


    Wortart: Verb
    Erstellt von: System32
    Erstellt am: 08.06.2005
    Bekanntheit: 80%  
    Bewertungen: 53 1

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    karnifeln
    +5 

    Kommentare (6)


    Herkunft:
    lat. carnifex=Henker
    Russi 14.06.2005


    Hier fehlt...
    Peeen-ziiing!
    klaser 07.12.2007


    @Russi
    Danke für die Herleitung, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Ich finde die Etymologie einen unabdingbaren Bestandteil aller wortkundlichen Publikationen, Foren usw. Ähnlich ging es mir beim Wort "malträtieren".
    Brezi 07.12.2007


    -ie- ist zwar herzig, aber unrichtig, und auch bei der Bedeutung ist
    "schikanieren" besser, würd' ich sagen - so wie bei HeleneT (12.7.06)

    Perfekt ist der Eintrag karnifeln

    So steht's auch im (amtlichen) Österr. Wb.!

    Bei einem bair.-österr. Dialektwort, das mit -ie- geschrieben wird, muss i+e auch immer noch wie im Mittelhochdeutschen [i.e] oder [ia] gesprochen werden.

    "Langes ie" als Rechtschreib-Hilfe stammt aus jener nördlichdeutschen. Gegend, wo mhd. [ie] zu monophthongiert worden war; da verwendete man dann "ie" als Längezeichen - auch bei Wörtern, wo nie [i.e] gesprochen worden war.
    Test: Wird [i.e]. etwa bair-österr. bei "liegen" oder "Vieh" gesprochen? Eben!
    Koschutnig 14.12.2012


    Ui jegerl
    im Buch is´s auch noch dazu!
    JoDo 14.12.2012


    Das Verb "karniefeln" [kaɐ̯ˈniːfl̩n] ist offenbar umgangssprachlich in at und de.
    jemanden karniefeln (ugs.) = jemanden plagen (gmd.)
    (Wörterbuch der deutschen Umgangssprache)

    Interessant (aber auch nicht mehr) ist der Anklang an das lat. Verb "carnificare" = köpfen.
    .
    Standard 14.07.2016



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.